
Diagnose und Nachsorge von Hornhauterkrankungen
Was ist die Hornhaut?
Die Hornhaut ist die durchsichtige Vorderfläche des Auges. Sie schützt das Auge und bündelt das einfallende Licht. Zu den Hornhauterkrankungen zählen oberflächliche Abschürfungen, Infektionen, Keratokonus und erbliche Hornhautdystrophien.
Beschwerden und Untersuchung
Mögliche Symptome sind ein unangenehmes Gefühl im Auge, Rötung, Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit oder verschwommenes Sehen. Manche Hornhauterkrankungen verlaufen schmerzlos. Die Augenärztin oder der Augenarzt untersucht die Hornhaut mit der Spaltlampe und kann je nach Befund Fluoreszein oder weitere Untersuchungen einsetzen. Kontaktlinsen können das Infektionsrisiko erhöhen, insbesondere wenn Hygiene oder empfohlene Tragezeiten nicht eingehalten werden.
Wie lange dauert die Heilung?
Eine kleine, unkomplizierte Abschürfung der Hornhautoberfläche heilt oft innerhalb weniger Tage. Größere Abschürfungen, tiefere Verletzungen, Infektionen und Geschwüre können länger brauchen und engmaschige Kontrollen erfordern. Der Verlauf hängt von Ursache, Tiefe und Ausdehnung sowie vom Ansprechen auf die Behandlung ab. Eine Heilung innerhalb von 48 bis 72 Stunden oder ohne bleibende Folgen lässt sich nicht garantieren. Narben, wiederkehrende Erosionen oder anhaltende Sehstörungen sind möglich. Nach der Untersuchung wird Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt den zu erwartenden Verlauf mit Ihnen besprechen.
Wann brauche ich dringend ärztliche Hilfe?
Lassen Sie starke Augenschmerzen, nachlassendes Sehvermögen, ausgeprägte Lichtempfindlichkeit, eine Augenverletzung oder zunehmende Beschwerden umgehend abklären. Ein rotes, schmerzendes Auge beim Tragen von Kontaktlinsen muss dringend untersucht werden. Nehmen Sie die Linsen heraus und tragen Sie sie erst wieder nach ärztlicher Rücksprache.
Beim Keratokonus verändert sich die Form der Hornhaut. Er erfordert eine Untersuchung und regelmäßige Kontrollen. Sein Verlauf unterscheidet sich von dem einer oberflächlichen Abschürfung.
Verlaufskontrolle bei Keratokonus
Wenn sich Ihre Brillenwerte wiederholt ändern oder ein Keratokonus bekannt ist, bringen Sie frühere Brillenwerte und Hornhautaufnahmen mit. Der Vergleich von Form und Dicke der Hornhaut hilft, Veränderungen zu erkennen. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, fragen Sie vorab, wie Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten sollen.
